{WERBUNG} Zum Herbstvergnügen gehört es, endlich wieder fleißig ins Kino zu gehen. Letztes Wochenende schaute ich mir 25 km/h an. Ein Easy Rider- Road Movie auf Mofas. Spaß macht der Film und besonders seine beiden männlichen Hauptdarsteller. Der Tatortreiniger Bjarne Mädel und der wohl furchteinflößenste Frauenmörder aus dem Tatort, Lars Eidinger, in der Rolle zweier Brüder. Charmant und humorvoll umgesetzt, macht einfach gute Laune.

Tischtennis und Mofa fahren…wie uncool???Nein gar nicht, mit Leidenschaft und Begeisterung betrieben die coolste Sache der Welt!!!Die Hauptcharaktere des Filmes, so unterschiedlich, wie mitreißend, jeder auf seine ganz besondere Art, absolut sehenswert! 25 km/h reichen vollends aus um wieder in die Spur zu kommen!

2 sehr gegensätzliche Brüder, der eine Schreiner im Schwarzwald, der andere Manager in Singapur, sehen sich nach 30 Jahren am Grab ihres Vaters wieder, am noch offenen Grab ihres Vaters prügeln sie sich und scheinen keine Sympathien füreinander zu hegen. Bei einer Tischtennispartie auf dem Dachboden des elterlichen Hofes gehen sie die ersten Schritte(unter starkem Alkoholeinfluß)aufeinander zu und entdecken unter der Tischtennisplatte ihren Jugendtraum in Form einer gepuzzelten Deutschlandkarte. Auf ihren Mofas vom Dorfbrunnen startend durch ganz Deutschland reisen, Sex haben, eine Kuh umschmeißen und sich einmal durch die komplette Karte beim Griechen fressen gehören zu ihren Mutproben, die unbedingt zu erledigen sind. Begeistert holen sie ihre Mofas aus der Scheune, werfen ihre anfänglichen Bedenken über Bord und starten in ihren Beerdigungsanzügen durch. Die jungenhafte Ausgelassenheit des Businessmannes Christian ist sehr ansteckend und die kleinen „spießigen“ Kopflastigkeiten seines Bruders Georg sind uns allen vertraut.

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Der Film wird als „Mainstream“ angepriesen. Stört mich nicht, ist doch positiv, dass viele Menschen Humor haben. Er schneidet einige Lebenskrisen der beiden Charaktere an, setzt sich aber nur oberflächlich und kurz gefasst mit den Hintergründen und Ursachen auseinander. 25 km/h spielt im Hier und Jetzt, auf der Straße. Das Stilmittel Ironie ist so gekonnt eingesetzt, verzeiht die den Weg kreuzenden Klischees. Auch Szenen, die äußerst peinlich hätten anmuten können, sind so stimmig, mit der richtigen Brise Humor aufgelöst, dass sie einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern(Liebeserklärung des großen Bruders im Wald ((-;).Wer einen vergnügten, ausgelassenen Abend verbringen möchte, ist hier genau richtig. Für mich war es richtig schön in alte Zeiten einzutauchen, allein die Musik, so vertraut… Über „BOYS DON’T CRY“ von the Cure müssen wir uns nicht unterhalten, konnte ich so mitsingen und auch die anderen Songs, in den Tiefen meines Hirnes abgespeichert, erinnerten mich stark an DAMALS. Ist halt ein mittelaltes Road Movie ((-;

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Mein Fazit: Der Film ist sehenswert, macht gute Laune und ist keine verschenkte Zeit. Wie schön, dass die beiden Brüder sich ihre Zeit nehmen, den Jugendtraum nachzuholen! Vielleicht schaffen wir es ja ebenso uns in den kommenden Wochen ein wenig Zeit für vernachlässigte Dinge zu nehmen und uns nicht ausschließlich von den abzuarbeitenden Dingen vereinnahmen zu lassen. Ich nehme es mir fest vor!!! (-;

Liebste Grüße

eine freudestrahlende Wochenmitte!

Eure Heike

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